Mißbrauch, Verlust oder Diebstahl von Kreditkarten
29. April 2010 – 10:36Der Besitz einer Kreditkarte ist eigentlich schon sehr praktisch, kann man mit ihr doch an vielen Orten der Welt bargeldlos bezahlen - auch im Internet. Eine Sorge, die aber viele Kreditkartenbesitzer, aber auch Menschen, die sich aktuell für den Besitz einer Kreditkarte interessieren, umtreibt, ist aber die Frage der Sicherheit. Wie ist es um die Sicherheit der Kreditkarten bestellt? Was passiert, wenn man seine Kreditkarte verliert? Ist man eigentlich vor Missbrauch der Kreditkarte geschützt, bzw. im Falle eines evtl. Missbrauchs versichert? All dies sind wichtige Fragen, schließlich kann es, je nach Verfügungsrahmen der Kreditkarte, im Fall der Fälle schnell um mehrere tausend Euro gehen.
Nun, um die Gefahren, die vom Kreditkartenmissbrauch ausgehen, besser einschätzen zu können, muss zuerst einmal geklärt werden, was eigentlich passieren könnte. Grundlegend ist es nämlich so, dass für den Einsatz einer Kreditkarte nur in den wenigsten Fällen die zugehörige Geheimzahl benötigt wird. Es gibt zwar auch Kassensysteme, welche die Eingabe der PIN erforderlich machen - ihre Zahl ist aber deutlich geringer als jene Systeme, die nur eine Unterschrift des Karteninhabers benötigen. In diesen Fällen wird die Karte einfach durch ein Lesegerät gezogen, der Kassenbon wird zweimal gedruckt und der Besitzer muss auf einem Exemplar unterschreiben - fertig.
Gerade hier ist einem potentiellen Missbrauch natürlich Tür und Tor geöffnet, denn hier kann ein Verlust der Karte schlicht und einfach dazu führen, dass sich ein Betrüger daran macht, fröhlich mit der Karte einzukaufen und dabei stets die Unterschrift seines Opfers zu fälschen. Sehr begünstigend wirkt sich an dieser Stelle zudem die Tatsache aus, dass nur die wenigsten Verkäufer wirklich die Unterschrift auf der Karte mit der Unterschrift, die der Kunde auf dem Bon leistet abgleichen - in der Regel reicht den Verkäufern hier ein flüchtiger Blick aus. Die einzige Legitimation ist damit ausgehebelt und ein Betrug kann geschehen.
Sehr beliebt ist aber nicht nur der Diebstahl der ganzen Karte, sondern auch der ausschließliche Diebstahl der Kartendaten. Gerade im Ausland kommt es immer wieder vor, dass Ladenbesitzer mit der Karte „mal kurz nach hinten“ in einen anderen Raum gehen müssen - zum Beispiel weil, natürlich rein zufällig, das Telefon klingelt. In diesem Moment kann es dann vorkommen, dass die Karte schnell durch ein Lesegerät gezogen wird, das alle relevanten Informationen der Karte speichert. Hat der Kunde den Laden dann wieder verlassen, können die Daten einfach auf eine leere Kreditkarte gespeichert werden und schon kann man die “neue Karte” einsetzen.
Immer wichtiger wird aber auch der Betrug im Internet: Immer mehr Kunden nutzen zur Bestellung von Waren oder Dienstleistungen über das Internet Kreditkarten, wobei die Authentifizierung hier mittels einer dreistelligen Nummer auf der Rückseite der Kreditkarte erfolgt. Sollten diese Daten nun aber in falsche Hände kommen, zum Beispiel weil man Opfer einer Phishing Attacke geworden ist, ist man auch hier nicht vor Betrug geschützt.
Man sollte angesichts dieser mannigfaltigen Möglichkeiten des Missbrauchs jedoch keinesfalls in Panik ausbrechen, denn nach wie vor ist es so, dass die Vorteile des Kreditkartenbesitzes alle Nachteile aufwiegen. Wichtig aber ist, dass man gewisse Verhaltensregeln einhält. Diese wären:
1. Bei Verlust der Karte lassen sie diese unbedingt sperren. Hierfür kann man einfach die Sperr-Hotline unter 116116 anrufen.
2. Geben Sie ihre Kreditkarte niemals unbeaufsichtigt aus der Hand.
3. Geben Sie ihre Kreditkartendaten nur auf sicheren Webseiten ein und NIEMALS in Emails.