Kreditkartentypen
Wenn man sich auf die Suche nach einer geeigneten Kreditkarte macht, stellt man schnell fest, dass es zig unterschiedliche Kreditkartentypen gibt, die alle mit unterschiedlichen “Für und Widers” daherkommen. Wo aber liegen eigentlich genau die Unterschiede? Welche Kreditkartentypen gibt es und was leisten diese? Um auf diese Fragen etwas näher einzugehen, haben wir im Folgenden einmal die wichtigsten Kreditkartentypen für Sie zusammengefasst:
Credit Cards
Bei diesem Kartentyp handelt es sich um die “originalen”, die “echten” Kreditkarten. Wer im Besitz einer solchen Karte ist, der hat sich damit die maximale, finanzielle Freiheit im Kreditkartenbereich gesichert.
Grundsätzlich wird dem Inhaber einer echten Credit Karte ein monatlicher Verfügungsrahmen eingeräumt, der sich hauptsächlich nach der Bonität des Karteninhabers richtet. Wer also eine sehr gute Bonität hat, kann hier auf einen sehr großzügigen Kreditrahmen hoffen. Die Rückzahlung des in Anspruch genommenen Kreditbetrages kann entweder in einer monatlichen Rate oder auch in vielen kleinen Raten, die über viele Monate verteilt werden, erfolgen. Zudem ist es möglich, größere oder kleinere Beträge auf sein Kartenkonto zu überweisen und damit einen evtl. bestehenden Saldo auszugleichen. Sammelt sich Geld im “Haben” an, wird dieses zudem oftmals sehr attraktiv verzinst.
Revolving Cards
Bei einer Revolving Card handelt es sich vom Prinzip her um eine Credit Card bei der lediglich die Rückzahlungsmodalität leicht verändert wurde. So ist es bei einer Revolving Card meist so, dass nur ein Teilbetrag des monatlichen Kreditkartenumsatzes sofort ausgeglichen werden muss (zum Beispiel 10%). Der Restbetrag kann dann in Eigenregie auf das Kartenkonto überwiesen werden, was natürlich auch eine Ratenzahlung möglich macht.
Charge Cards
Die Charge Cards sind die am häufigsten vergebenen Kreditkarten überhaupt. Bei diesen Karten wird der monatliche Kreditkartenumsatz in einer Summe vom Konto des Karteninhabers abgebucht und es gibt nur auf Anfrage die Möglichkeit, eine Ratenzahlung zu vereinbaren. Charge Cards richten sich vornehmlich an Menschen, die entweder finanziell so flexible bleiben möchten, dass sie auch vor ihrem Gehaltseingang bereits über Geld verfügen können oder an solche, die es schätzen, für gewisse Ausgaben, zum Beispiel für Geschäftskosten, nur eine monatliche Abbuchung zu haben.
Debit Cards
Bei dem Debit Cards handelt es sich um eine Kreditkartenvariante, bei der fällige Beträge sofort dem Girokonto des Karteninhabers belastet werden, es also keine Ansammlung und eine dann folgende monatliche Abbuchung des Saldos gibt. Die Buchung einer Debit Card erfolgt also genau wie bei einer EC- oder Maestro-Karte direkt und umgehend. Der Grund, warum man sich trotzdem eine Debit Card anschafft ist der, dass man mit dieser Karte weltweit an allen Akzeptanzstellen der Kreditkartengesellschaft bezahlen kann – dies ist mit einer EC- oder Maestro-Karte in aller Regel nicht möglich.
Prepaid Cards
Bei den so genannten Prepaid Cards handelt es sich um Kreditkarten, die unabhängig von der persönlichen Bonität vergeben werden können. Der Grund für diesen Sachverhalt ist der, dass der Karteninhaber einer solchen Karte nur über Gelder verfügen kann, die er im Vorwege auf sein Kartenkonto überwiesen hat. Ist das Guthaben auf dem Kartenkonto ausgeschöpft, ist ein Bezahlvorgang nicht mehr möglich. Prepaid Cards sind daher ideal für Menschen, die sich auf der einen Seite die Flexibilität einer Kreditkarte sichern möchte, auf der anderen Seite aber entweder keine “echte” Kreditkarte erhalten (zum Beispiel aufgrund einer negativen Bonität), oder ihre Ausgaben stets sicher im Blick haben wollen. Auch kann es bei Prepaid Cards kaum zu Vermögensschäden kommen, da ein potentieller Räuber stets nur den Guthabenbetrag stehlen kann.
